Rudolf Höss

SS-Obersturmbannführer, geb.1900 in Baden-Baden, beteiligte sich 1923 am sogenannten Parchimer Fememord und wurde dafür zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt, kam 1928 im Zuge einer Amnestie frei,
seit 1934 Mitglied der SS, 1935 Blockführer in Dachau, 1938 Adjutant im KZ Sachsenhau-sen, ab1940 Kommandant des KZ Auschwitz, wo er die Massenmorde der Endlösung verwaltungstechnisch organisierte.
Am 1.12. 1943 wurde Rudolf Höß als Kommandant des KZ's Auschwitz abgelöst. Am 8. Mai 1944 kehrte Höß zurück, um die "Aktion Höß" durchzuführen - die Vorbereitungen der Vernichtungsanlagen in Birkenau für die Tötung der ungarischen Juden.
1946 wurde er verhaftet und sagte in den Nürnberger Prozessen aus.
Er wurde im Mai desselben Jahres an Polen ausgeliefert. Im April 1947 wurde er zum Tode durch den Strang verurteilt und auf dem Lagergelände des KZ Auschwitz hingerichtet.