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Kurt Gerstein:
SS Obersturmführer, geb. 1905 in Münster/Westfalen
Bekanntgeworden durch den sogenannten Gersteinauftrag, durch welchen
Zyklon B ohne Warnstoff und unter Ausschluß der üblichen
Lieferfirmen Testa und Heli direkt von der Degesch nach Auschwitz
und Sachsenhausen geliefert wurde.
Seit Mai 1933 Mitglied der NSDAP, protestierte offen gegen die Auflösung
der evangelischen Jugenbünde durch die Nationalsozialisten
und schloss sich der Bekennenden Kirche an. 1936 wurde er aus der
NSDAP ausgeschlossen und kam zuerst 1936, erneut 1938 in Haft. Um
den Staat Hitlers von innen zu bekämpfen, trat er 1941 der
Waffen-SS bei. Als Chef der Abteilung Gesundheitstechnik des Hygiene-Institutes
der Waffen-SS war er auch mit der Beschaffung des Giftgases Zyklon
B beauftragt und besichtigte im August 1942 die Vernichtungslager
der "Aktion Reinhard". Gerstein wurde so Zeuge von Massenvergasungen
und informierte
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www.kurt-gerstein.de
ausländische Diplomaten sowie hohe Geistliche
über die Verbrechen in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern.
Nach Kriegsende kam Kurt Gerstein unter bis heute ungeklärten
Umständen in französischer Gefangenschaft ums Leben. Der
von ihm noch in der Haft verfasste "Gerstein-Bericht"
ist eine der wichtigsten Augenzeugenquellen über die Durchführung
des Völkermordes an den europäischen Juden.
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