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Professor Dr. Carl Clauberg:
(SS-Gruppenführer der Reserve) wurde 1898
in Wuppertal in einer Handwerkerfamilie geboren. Infanterist am
Ersten Weltkrieg, studierte Medizin und wurde Chefarzt der Universitätsfrauenklinik
Kiel. 1933 trat er der NSDAP bei. Im gleichen Jahr wurde er Professor
für Gynäkologie an der Universität Königsberg.
1942 bat er Heinrich Himmler, man möge ihm die Gelegenheit
geben, im großen Umfang Sterilisationsversuche durchzuführen.
Im Dezember 1942 kam Clauberg nach Auschwitz und erhielt im April
1943 den Block 10 für seine Experimente zugewiesen. Auf der
Suche nach einer "billigen und effizienten Methode", Frauen
unfruchtbar zu machen, injizierte er ihnen ohne Betäubung ätzende
Flüssigkeiten in die Gebärmutter. Vor der anrückenden
Roten Armee floh Clauberg ins Konzentrationslager Ravensbrück
und setzte dort seine Experimente fort. Man schätzte, daß
er an ungefähr 700 Frauen Sterilisationsversuche vorgenommen
hat.
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1948 wurde er in der Sowjetunion vor Gericht gestellt
und zu 25 Jahren Haft verurteilt. 1955 amnestiert, kehrte er in die
Bundesrepublik Deutschland nach Kiel zurück, wo er sich voller
Stolz über seine "wissenschaftlichen Leistungen" zeigte.
Erst nachdem ihn der Zentralrat der Juden angezeigt hatte, wurde er
im November 1955 verhaftet und starb im August 1957, kurz bevor sein
Prozeß beginnen sollte. |
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