Anwendung zur Vergasung von Menschen:

Zyklon B wurde als Schädlingsbekämpfungsmittel hergestellt.
Von 1941 bis 1945 wurde es  zweckentfremdet und von den Nazis zur Ermordung hunderttausender Menschen in den Konzentrationslagern missbraucht.


Der Einsatz von Zyklon B zur fabrikmäßigen Tötung von Menschen wurde erstmals im Herbst 1941 in Auschwitz getestet. Dazu wurde der Block 13 (spätere Umbenennung in Block 11) mit Baustoffen und Erde abgedichtet. Der von Rudolf Höss angegebene Termin der Erstanwendung vor Gericht (3.9. 1941) ist historisch umstritten. Fest steht, dass die ersten Opfer des Massenmordes 600 sowjetische Kriegsgefangene, sowie ca. 270 polnische Häftlinge waren. In jüngeren Darstellungen wird die erste Vergasungsaktion in den Kellern des Blocks 11 auf den Zeitraum zwischen dem 5. Dezember und Ende Dezember datiert. Im 4. Teil („Die Mordfabrik“) der Serie „Holocaust“, u.a. am 07.11.2000 im ZDF gesendet, wurde von der Nacht zum 05.09.1941 als Tag der Erstanwendung gesprochen. (vgl.: Klodzinski 1999; Pressac 1995:149; Piper 1997:243 ff; FG Zyklon B, Zyklon B, BoD 2007:127ff)


 

 

Vermutlich war es Karl Fritzsch, erster Schuzthaftlagerführer von Ausschwitz, der auf die Idee des Einsatzes von Zyklon B kam und die Gefangenen in die Kellerräume treiben ließ.
"Durch Gasmasken geschützt, begaben sich Fritzsch und ein paar seiner Helfershelfer dann in die dicht gefüllten Räume, um dort Zyklon-B-Kristalle auzuschütten."
(Quelle: P. Przybylski, "Täter neben Hitler" Panorama-Verlag)
Danach wurde es in den KZs Auschwitz, Majdanek, Sachsenhausen (hier wahrscheinlich in flüssiger Form – Zyklon A ), Ravensbrück, Stutthof, Mauthausen und Neuengamme zur Ermordung von Menschen benutzt.